Demokratiekonferenzen

 
 

Herbstkonferenz am Di., 27.11.2018 in Herborn als ein weiteres Netzwerktreffen

Die Konferenz soll als weiteres Vernetzungstreffen dienen

und an den Projektideen anknüpfen, die auf der letzten Demokratiekonferenz am 19.06.2018 von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erarbeitet wurden. Zwei prägnante Ideen waren die Entwicklung eines Demokratiemobils und die Umsetzung eines Demokratieparcoures/Demokratiefestivals.

 

Eingeladen waren alle,

die am 19.06.2018 dabei waren, sowie die Projektpartnerinnen und Projektpartner, welche im Rahmen von »Demokratie leben!« als auch im Rahmen des Vorgängerprogramms »Toleranz fördern – Kompetenz stärken« Projekte durchgeführt hatten. Außerdem interessierte Bürgerinnen und Bürger. Rund 40 Menschen nahmen an der Konferenz teil.

 

Rückblick auf den Ablauf

  • 18:00 Uhr Anreise
  • 18:30 Uhr Eröffnung und Begrüßung durch
    Manfred Wagner
    Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar,
    Vorsitzender des Begleitausschusses der »Partnerschaft für Demokratie Wetzlar | Lahn-Dill-Kreis«
  • 18:40 Uhr Referat und Aussprache
    Rechtsrockrockkonzerte – Erkennen und Handeln

    Bericht aus eigenen Erfahrungen von
    Elmar Schröder
    Bürgermeister in Diemelstadt
  • 19:10 Uhr Workshops
    »Demokratiemobil«
    Wie könnte ein Demokratiemobil aussehen und was müsste enthalten sein?
    Leitung: Jakim Eckert
    »Demokratieparcours/Demokratiefestival«
    Wie könnte eine solche Veranstaltung aussehen und sie gestaltet sein?
    Leitung: Annika Schwenke
  • 20:45 Uhr Snack-Pause und freier Austausch
  • 21:00 Uhr Ergebnispräsentation der Workshops
    Beratung zum weiteren Vorgehen
  • 21:30 Uhr Geplantes Ende der Veranstaltung

Die Veranstaltungsmoderation übernahm Jakim Eckert, Student
Siehe auch Bericht von Mareike Barnusch und Fotostrecke.

 
 

Ein Bericht von Mareike Barnusch

»Für die Demokratie begeistern«
Fachkonferenz bietet Plattform, um gemeinsames Handeln zu entwickeln

Von Mareike Barnusch (Dill-Zeitung)

Herborn Wie kann man das Thema »Demokratie« bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stärker in den Fokus rücken? Das war am Dienstag Thema der »Demokratiekonferenz« im Herborner Hotel Gutshof.

Dazu hatten der Lahn-Dill-Kreis und die Stadt Wetzlar eingeladen, die sich gemeinsam am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ beteiligen. 35 Teilnehmer diskutierten angeregt über Möglichkeiten, wie das Thema »Demokratie« stärker in den Mittelpunkt gerückt werden kann. Dabei ging es vor allem um die Idee eines »Demokratiemobils« und eines »Demokratieparcours/-festivals«. Elmar Schröder, Bürgermeister in Diemelstadt, klärte zudem in einem Erfahrungsbericht über als Feiern getarnte Rechtsrockkonzerte auf.

Eine auf die Situation vor Ort abgestimmte Strategie zur Stärkung der Demokratie erarbeiten
Mit den halbjährlichen Konferenzen bieten der Kreis und die Stadt Wetzlar schon seit 2015 eine Plattform, auf der sich Verantwortliche aus Politik und Verwaltung sowie der Gesellschaft vernetzen und austauschen können. Die lokalen Gegebenheiten und Problemlagen bilden dabei die Grundlage, um gemeinsam eine auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmte Strategie zur Stärkung der Demokratie zu entwickeln. 

»Wir wollen auch außerhalb von bestimmten Anlässen Flagge zeigen und für unsere Demokratiewerte eintreten«, leitete Manfred Wagner, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar und Vorsitzender des Begleitausschusses der »Partnerschaft für Demokratie Wetzlar/Lahn-Dill-Kreis«, den Abend ein.

Das Thema »Rechtsrockkonzerte – Erkennen und Handeln« bildete den ersten Schwerpunkt der Konferenz. »Angefangen hat alles mit einer E-Mail, die im Mai 2016 bei einer Sachbearbeiterin der Stadt eingegangen ist«, so Schröder. Darin hatte jemand angefragt, ob die Stadthalle Rhoden für eine private »größere Feier« mit 300 bis 400 Personen angemietet werden könne. Eine Coverband sollte für diesen Anlass ebenfalls engagiert werden. Der Absender wies in seiner Nachricht darauf hin, dass es sich dabei nicht um eine politische Veranstaltung handele. Diese entpuppte sich dann aber doch als geplantes Rockkonzert rechtsradikaler Gruppen mit voraussichtlich über 700 Konzertbesuchern. Der bereits geschlossene Mietvertrag über die Anmietung der Stadthalle Rhoden wurde mit sofortiger Wirkung gekündigt und die Räumung der Halle an die Polizei übergeben. Zwischenfälle oder Festnahmen gab es keine. »Solche als private Feiern getarnten Veranstaltungen, hinter denen eigentlich rechtsradikale Gruppierungen stehen, werden immer wieder angemeldet«, sagte Schröder. Es sei wichtig, Bürger für solche Aktivitäten zu sensibilisieren.

Den zweiten Schwerpunkt der Demokratiekonferenz bildeten, ganz nach dem Motto »Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf«, ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe, sowie die beiden Workshops zum »Demokratiemobil« und zum „Demokratieparcours/-festival«. In zwei Gruppen sammelten die Teilnehmer Ideen, tauschten sich aus, diskutierten über Umsetzungsmöglichkeiten und darüber, warum Demokratie wichtig ist. Chantal Maier (27) aus Gießen sagte dazu: »Ich habe Demokratie und Governance studiert und es ist mir ein persönliches Anliegen, an Themenabenden wie diesem teilzunehmen.« Demokratie sei ein Thema, das alle angehe. »Ich fände es cool, wenn man zum Beispiel eine Couch in die Aula einer Schule stellen würde. In den Pausen könnten Schüler und Politiker zusammenkommen und über Politik ins Gespräch kommen«, schlug Nicolas Burk (16) aus Leun als Teil des Demokratieparcours vor. Maria Schaefer (30) aus Wetzlar ergänzte: »Es ist wichtig, dass bei einem Demokratiefestival die ganze Stadt dabei ist, um Barrieren abzubauen und die Gesellschaft mit einzubeziehen.« Die erarbeiteten Ideen werden in einer neu gebildeten Arbeitsgruppe weiterverfolgt und geplant. Jakim Eckert (24) aus Wetzlar zeigte sich als Moderator zufrieden mit dem Ablauf der Demokratiekonferenz: »Ich finde es toll, dass diese Initiative entstanden ist, und hoffe, dass unsere Ideen nach diesem Abend noch mehr Anklang finden werden.«

Quelle:  Dill-Zeitung vom 29.11.2018

—› Siehe auch Fotostrecke von der Konferenz

 
 

Die Bilder wurden von Mareike Barnusch freundlicherweise zur Verfügung stellte

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