»Mitbestimmen – Wie geht das?«

Gemeinsame Klausurtagung der Jugendvertretungen Ehringshausen und Ehringshausen

Diese Frage stellen sich 24 Jugendliche Ende Oktober bei einem Aufenthalt im Forsthaus am Dünsberg. Dieses Freizeitheim ist ein echter Geheimtipp für erlebnisreiche Jugendfreizeiten. Es eignete sich hervorragend für die jugendlichen Demokraten.

Sissy Steinbrecher und Volker Schaub, die Jugendpfleger von Ehringshausen und Hüttenberg hatten die Schülervertretungen der örtlichen Gesamtschulen und die Jugendvertretungen der Kommunen zu drei arbeitsreichen Tagen eingeladen. Nachdem sich der Ehringshäuser Jugendbeirat und das Hüttenberger Jugendparlament bei einem Vortreffen kennengelernt hatten, wurde eine gemeinsame Fahrt beschlossen.

Außerdem wurden die Schülervertretungen eingeladen, weil es viele gemeinsame Themen gab. Eine lange Liste von Themenwünschen wurde erstellt. Am wichtigsten waren hierbei:

  • Wir erstellen uns eine Tagesordnung
  • Wir finden unsere Ziele
  • Wie können wir uns besser präsentieren
  • Wir helfen uns gegenseitig!
  • Wir bleiben in Kontakt!

Dieses umfangreiche Vorhaben wurde mit Hilfe der Jugendpflegen vorbereitet. Das Bundesprogramm »Demokratie leben« hatte im Vorfeld eine intensive Förderung der Veranstaltung zugesichert. Ehrenamtliche Jugendliche aus Hüttenberg unterstützten den reibungslosen Verlauf der Tagung durch ein ansprechendes Rahmenprogramm und Essenszubereitung.

Ergebnisse: Jugendraum und Unterstand für Dirtbikestrecke notwendig
Die Kinder und Jugendlichen (11-18jährige) begrüßten zu ihrer Tagung auch die beiden Bürgermeister aus Ehringshausen und Hüttenberg, Jürgen Mock und Christof Heller. Gemeinsam mit ihnen diskutierten sie über ihre dringendsten Anliegen.

Für Ehringshausen waren dies die Zukunft der alten Dirtbikestrecke und der Wasserschaden am Jugendraum, für Hüttenberg ging es um den Bau eines Unterstandes an der Dirtbikestrecke und die engere Vernetzung mit der SV der Schwingbachschule. Die beiden Bürgermeister haben diesbezüglich Ihre Unterstützung zugesagt.

»Politik, das ist nichts für mich!« – so hört man häufig Jugendliche reden. »Das ist auch bei uns nicht anders.«, so kommentiert Lasse Schmidt, Vorsitzender des Jugendparlamentes in Hüttenberg das Hauptthema des Wochenendes. David Schäfer, Vorsitzender des Jugendbeirates Ehringshausen, hat eher Schwierigkeiten mit dem Heranführen der jüngeren Kinder an den Jugendbeirat: »Wir Älteren trauen uns schon eher, den Mund aufzumachen oder den Politikern Fragen zu stellen, das ist bei den 8- bis 12-jährigen noch nicht so leicht. Daher wollen wir hier trainieren, wie man sich vernetzt, wie man mit Rhetorik, Körpersprache und den richtigen Formulierungen die eigenen Interessen besser vertreten kann.« Nach Ansicht aller Tagungsteilnehmer war das sehr gut gelungen.

Im kommenden Jahr sollen die Anträge intensiver vorbereitet werden. Nicht so wichtige Anträge, wie z.B. lose Gehwegplatten oder das Mähen von Bolzplätzen, sollen in den Hintergrund treten. »Wir wollen in Ehringshausen und Hüttenberg ein bisschen größer denken. Das wird gelingen mit guter Vernetzung und selbstbewusstem Auftreten!« – so die gemeinsame Rückmeldung aus den vier Jugendvertretungen.

Informationen zu Mitbestimmungsmöglichkeiten erhalten Kinder und Jugendliche bei den Rathäusern ihrer Kommune und bei Annika Schwenke von Demokratie Leben.

—› Bericht in der WNZ vom 09.11.2018 von dem Treffen zum Download (PDF, 322 KB)

 
 

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