Demokratiekonferenzen

 
 

Die erste Demokratiekonferenz fand am 02.12.2015 statt

Rückblick auf die erste Konferenz am 1. Juni 2015

Partizipation gelingt wenn sie die individuellen Bedürfnis- und Problemlagen junger Menschen trifft

Am 1. Juni 2015 veranstalteten die Koordinierungs- und Fachstelle zusammen mit dem federführenden Amt entsprechend der Programmleitlinien die erste Demokratie-Konferenz in der Region zum neuen Bundesprogramm »Demokratie leben!«.Im Mittelpunkt stand das Referat von Frau Prof. Dr. Larissa von Schwanenflügel über »gelungene Partizipation aus Sicht der Jugendlichen« und die anschließende Aussprache.

Eingeladen waren die ehrenamtlich Tätigen aus den Jugendabteilungen der Vereine in der Stadt Wetzlar und im Lahn-Dill-Kreis, insbesondere die freiwilligen Feuerwehren, Sportvereine, religiöse, kirchliche und caritative Gemeinschaften sowie die regionalen freien Träger für die Jugendförderung. Darüber hinaus waren die lokalen Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft angesprochen, an der ersten Demokratiekonferenz in der Region teilzunehmen.

Mit 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fiel die Veranstaltung auf eine breite Resonanz
Unter den Teilnehmenden konnten auch MdB Dagmar Schmidt von der SPD und Christian Salman, zuständiger Programmberater im Bundesprogramm »Demokratie leben!« u.a. für Hessen, begrüßt werden.

Christian Salman war eigens von der Regiestelle in Schleife zur Demokratie-Konferenz nach Wetzlar gereist. Mit dabei hatte er die erfreuliche Nachricht, dass die von der Stadt Wetzlar und dem Lahn-Dill-Kreis beantragte Aufstockung der Fördermittel von 55.000 Euro auf 65.000 Euro vom Bundesfamilienministerium bewilligt worden war.

10.000 Euro zusätzlich für Projekte zum Themenbereich »gewaltorientierter Islamismus und Salafismus«
Ende 2014 hatte der Bundestag eine Aufstockung des Programms um 10 Millionen auf 40,5 Millionen Euro beschlossen. Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem für die Radikalisierungsprävention gegen gewaltorientierten Islamismus, Salafismus und Antisemitismus eingesetzt werden.

Im Februar 2015 hatten die  Stadt Wetzlar und der Lahn-Dill-Kreis den Antrag auf Erhöhung der Fördersumme beim Bundesamt für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingereicht.

Lokale Politikvertreter setzen auf Partizipation junger Menschen
In ihren Grußworten zur Demokratiekonferenz betonten Bürgermeister Manfred Wagner von der Stadt Wetzlar und Stephan Aurand, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises, den wirksamen Schutz junger Menschen vor extremistischen Einstellungen durch ihre Partizipation an Entscheidungsprozessen zu den sozialgesellschaftlichen, politischen und individuell bedeutenden Themen, die ihre Lebensphase bestimmen.

Dr. Larissa von Schwanenflügel, Professorin für Kinder- und Jugendarbeit, Jugendbildung und Partizipation an der Frankfurt University of Applied Sciences, nahm diesen Handlungsimpuls in ihrem Referat »Gelungene Partizipation aus Sicht der Jugendlichen« auf.

Exemplarisch an biografischen Beteiligungsverläufen junger Menschen mit eingeschränkten Teilhabechancen veranschaulichte die Expertin für angewandte Jugendforschung, dass Jugendliche sich durchaus in ihrer Freizeit engagiert und dauerhaft mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinandersetzen.

»Partizipation gelingt, wenn sie die individuellen Bedürfnis- und Problemlagen des jungen Menschen trifft und wenn ihm kreative Spielräume für sein politisches Handeln offen stehen.« (Prof. Dr. von Schwanenflügel)
Das Referat von Prof. Dr. von Schwanenflügel zum Download.

Nach einer lebhaften Diskussion im Anschluss an das Impulsreferat von Larissa von Schwanenflügel konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demokratiekonferenz die Frage bewerten, wie wichtig ihnen die Jugendpartizipation als Teilstrategie in der Extremismusbekämpfung ist. Das freie Meinungsbild ergab eine deutliche Zustimmung zum vorgestellten Handlungsansatz.

Spannende Praxisberichte aus dem Ende 2014 ausgelaufenen Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN rundeten die erste Demokratiekonferenz für die Stadt Wetzlar und den Lahn-Dill-Kreis ab.

Lokales zivilgesellschaftliches Engagement wird gefördert
Der Begleitausschuss für die »Partnerschaften für Demokratie« vergibt jährlich 20.000 Euro um Aktionen und Projekte für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit zu unterstützen. Dieser Förderbetrag steht für die gesamte Laufzeit des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ von 2015 bis 2019 jeweils pro Jahr zur Verfügung.

Bewerben können sich freie Träger, Vereine und Initiativen aus der Stadt Wetzlar und dem Lahn-Dill-Kreis.

Einen Rechtsanspruch auf Förderung gibt es nicht. Vielmehr entscheidet der Begleitausschuss auf Basis seiner lokalen strategischen Handlungsziele im Rahmen der »Partnerschaften für Demokratie«.

Kontakt über das Magistratsbüro der Stadt Wetzlar
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