MITMACHEN

 

»Lasst Afrin in Frieden!« - Mahnwache gegen türkische Militäroffensive

 

150 Menschen trafen sich in der Wetzlarer Bahnhofstraße

Zum Protest gegen

Protest gegen die türkischen Offensive in den kurdischen Gebieten von Nordsyrien versammelten sich am 16. Januar 2018 vor den »Coleraden« in Wetzlar rund 150 Personen. Dazu aufgerufen hatten die Alevitische Gemeinde e.V., der Kurdisch Demokratischer Kulturverein Wetzlar, die Demokratische Kurdische Gesellschaft Wetzlar, hessencam (kath. Domgemeinde Wetzlar), KreAktiv gegen Rechts, die Flüchtlingshilfe Mittelhessen, Die PARTEI Lahn-Dill, der Laurentiuskonvent Laufdorf und das Wetzlarer Bündnis „BUNT statt BRAUN.

 

In einer Presseerklärung gaben die Veranstalter bekannt:

Lasst Afrin in Frieden
Aufruf zur Kundgebung am 26. Januar 2018 in Wetzlar

Wir protestieren

  • Wir protestieren gegen das Morden und Töten von Menschen.
  • Wir protestieren gegen den Einmarsch der türkischen Armee in Syrien und den völkerrechtswidrigen Angriff auf den kurdischen Kanton Afrin in Nordsyrien.
  • Wir protestieren gegen den deutschen Waffenexport in die Türkei und die indirekte Beteiligung am kriegerischen Einsatz in Afrin.
  • Wir protestieren gegen die Zurückhaltung der anderen Nato-Mitglieder gegenüber der gewaltsamen Invasion.
  • Wir protestieren gegen die schwache Positionierung unserer Bundesregierung gegenüber den laufenden Kriegshandlungen.
  • Wir protestieren gegen die Kriminalisierung demokratischer Gruppierungen in Deutschland durch das Verbot ihrer Symbole.

Wir machen uns Sorgen

  • Wir machen uns Sorgen um die Zivilbevölkerung in der Stadt Afrin und der Region Rojava.
  • Wir machen uns Sorgen um die Menschen, die sich im Norden Syriens ein stabiles Zusammenleben aufgebaut hatten. In einem relativ geschützten Rahmen lebten hier Jesiden, Aleviten, Muslime und Christen friedlich zusammen. Der erfolgreiche Widerstand gegen die ISIS (Islamischer Staat im Irak und in Syrien) hat viele Schutzsuchende aus der Umgebung angezogen.
  • Wir machen uns Sorgen um die Kinder, die alten und behinderten Menschen, die Flüchtlinge, die Lehrer*innen und die Schüler*innen, die Schwangeren, die Neugebornen, die Kranken.
  • Wir machen uns Sorgen um die jesidischen und christlichen Dorfgemeinschaften. Sie werden die ersten Opfer der dschihadistischen Söldner sein.
  • Wir machen uns aber auch Sorgen um die jungen türkischen Soldaten - oft selbst Kurden - die zum Töten und Sterben ausgesandt werden.
  • Wir machen uns Sorgen um eine Ausbreitung des Hasses und des Krieges in einer Region, die bisher in Frieden lebte.
  • Wir machen uns Sorgen um Menschen, die fliehen müssen.
  • Wir machen uns Sorgen um die Demokratie und die Menschenrechte in der Türkei.
  • Wir machen uns Sorgen um unsere Jugendlichen mit türkischem Background, die durch nationalistische und militaristische Propaganda aufgehetzt werden.

Wir sind schockiert

  • Wir sind schockiert über die imperialistische Politik der AKP-Regierung.
  • Wir sind schockiert über die kriegerische Zusammenarbeit der türkischen Armee mit dschihadistischen Gruppen.
  • Wir sind schockiert über die religiöse Legitimierung der kriegerischen Gewalt durch die staatliche Religionsbehörde Diyanet.
  • Wir sind schockiert über den Sarkasmus, eine Gewaltaktion mit dem Friedenssymbol des Olivenzweiges zu betiteln und damit die Opfer zu verspotten.
  • Wir sind schockiert über die mediale Kriegspropaganda in der Türkei und die chauvinistischen Absorption in der nationalistischen Community - auch in den deutschen Social Media.
  • Wir sind schockiert über die Tatsache, dass die US-Regierung und die russischen Regierung über die Militärintervention vorinformiert waren.
  • Wir fragen uns, ob der deutsche Außenminister Gabriel ebenso gewarnt wurde.

Wir fordern

  • Wir fordern den Stopp der kriegerischen Aktivitäten in Afrin und den sofortigen Rückzug der Militärs und Paramilitärs.
  • Wir fordern den Schutz der Menschen im Rojava-Gebiet und die Förderung der demokratischen Kräfte in den syrisch-kurdischen Gebieten.
  • Wir fordern eine Beendigung des Waffenexports und einen sofortigen Stopp des Panzer-Deals mit der Türkei: Keine Waffenlieferungen an die Türkei!
  • Wir fordern eine klare Positionierung der Bundesregierung und eine deutliche Verurteilung der kriegerischen Invasion.
  • Wir fordern eine klare Stellungsnahme der Vertreter*innen türkischer Verbände und Moscheegemeinde in Deutschland für eine friedliche Lösung.
  • Wir fordern von allen Parteien auf Bundes- und kommunaler Ebene ein klares und sichtbares friedenspolitisches und solidarisches Engagement auch im Hinblick auf die Unterdrückung der Menschenrechte in der Türkei (#freedeniz).

Aufgerufen hatten:

  • Alevitische Gemeinde e.V.,
  • Kurdisch Demokratischer Kulturverein Wetzlar,
  • Demokratische Kurdische Gesellschaft Wetzlar,
  • hessencam (kath. Domgemeinde Wetzlar),
  • KreAktiv gegen Rechts,
  • Flüchtlingshilfe Mittelhessen,
  • Die PARTEI Lahn-Dill,
  • Laurentiuskonvent Laufdorf,
  • Bündnis Wetzlar BUNT statt BRAUN,
  • Jusos Lahn-Dill,
  • Ezidische Gemeinde Hessen e.V.,
  • Demokratischer Förder- und Kulturverein,
  • Björn Heymer,
  • Thomas Künzer,
  • Mozaik, kirchlicher Arbeitskreis Flucht (KAF) der Kirchenkreise Wetzlar und Braunfels

–› Flyer der Aufrufenden Organisationen zum Download als PDF (332 KB)

 
 

Bildergalerie von der Mahnwache am 25.01.2018

2018-01-25_Mahnwache_Afrin_01.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_02.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_03.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_04.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_05.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_06.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_07.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_08.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_09.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_10.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_11.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_12.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_13.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_14.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_15.jpeg
2018-01-25_Mahnwache_Afrin_16.jpeg

1 bis 16 von insgesamt 16